Behandlung

Die Phytotherapie ist die älteste Form der Heilkunde. Seit Urzeiten benutzen Menschen Pflanzen zum Heilen von Krankheiten und zur Vorbeugung - in Form von Tees, Tinkturen, Gewürzen, Inhalationen, Wickeln und Bädern. Die Anzahl und Vielfalt von Pflanzen mit therapeutischen Eigenschaften ist immens. Individuell komponierte Kräutertees knüpfen unter Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Untersuchungsergebnisse an den reichen Erfahrungsschatz dieser Tradition an. Dreimal täglich vor den Mahlzeiten getrunken, können sie z. B. bei erhöhtem Blutdruck, Stoffwechselerkrankungen, Beschwerden im Klimakterium oder akuten Infekten nachhaltig und nebenwirkungsfrei die Gesundheit wieder herstellen.

In der Homöopathie, die um 1900 vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann begründet wurde, wird "Ähnliches mit Ähnlichem" geheilt. Also ein Arzneimittel, das beim Gesunden ähnliche Symptome auslöst, wie die, an denen der Kranke leidet, ist das Mittel der Wahl. Etwa Apis aus der Honigbiene bei Insektenstichen oder anderen roten und heißen Schwellungen. Allerdings lassen sich in der homöopathischen Arznei oft keinerlei materielle Spuren des Ausgangstoffes mehr nachweisen, da "potenziert" wird. Das heißt, der Ausgangsstoff wird stufenweise immer weiter verschüttelt und verdünnt, damit er jede Giftigkeit verliert und seine "spezifische Arzneikraft", auf die es Homöopathen ankommt, entfalten kann. Eine Arzneikraft, die weit über das Materielle hinaus geht und eben deshalb auf den Menschen in seiner Gesamtheit heilsam wirken soll.

Die Bachblütentherapie wurde vom britischen Arzt Edward Bach in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt. Sie dient dazu, negative Seelenzuständen der menschlichen Natur wie Angst, Unsicherheit, Hoffnungslosigkeit oder Überempfindlichkeit aufzulösen und wieder in Kontakt mit den eigenen Selbstheilungskräften zu kommen. Bach führt alle Leiden und Krankheiten auf nur 38 Gemütszustände zurück. Diesen ordnete er intuitiv Blüten und Pflanzenteile zu, deren Energien in Form von Blütenessenzen das seelische Gleichgewicht wieder herstellen helfen sollen. Dadurch können oft auch körperliche Beschwerden gebessert werden.

Die Cranio-Sacral-Therapie kam auch in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts auf. Publik gemacht wurde sie von dem amerikanischen Osteopathen William Garner Sutherland. Er beobachtete, dass sich das Hirnwasser pulsierend in einem Rhythmus von etwa sieben bis vierzehn Zyklen pro Minute vom Schädel (Cranio) bis hinunter zum Kreuzbein (Sacrum) bewegt. In Störungen dieses Rhythmus erkannte Sutherland die Ursache von Krankheiten, funktionellen Störungen und einer allgemeinen Verschlechterung des Wohlbefindens. Bei der Cranio-Sacral-Therapie spürt der Therapeut Störungen des Gehirnwasserflusses mit seinen Händen auf und behandelt dann etwaige Blockierungen und Asymmetrien durch sanften Händedruck. Auf diese Weise sollen der cranio-sacrale Rhythmus wieder normalisiert und die Selbstheilungskräfte im Patienten angeregt werden. Eine Cranio-Sacral-Behandlung dauert etwa eine Stunde.